Evolution meines Rucksacks

Als interessierter Wanderer achte ich nicht nur auf den Weg, die Umwelt und meine Gesundheit während des Wanderns. Ich lasse meinen Blick auch gerne einmal auf die Ausrüstung der anderen Leute schweifen. Was haben die, für Schuhe, Jacken, Hosen und auch, bei mir in den letzten Jahren immer wieder auf der Liste, was für einen Rucksack bevorzugen sie?

Die Evolution meiner Rucksäcke spiegelt sicherlich die Erfahrungen und Bedürfnisse etlicher Hobbywanderer wider, die nach und nach aus ihren Touren lernen.

Trekkers Dream - Yellowstone
Trekkers Dream – Yellowstone

Meinen ersten Rucksack, den ich speziell für einen Wanderurlaub gekauft habe, habe ich heute noch, auch wenn ich ihn eigentlich schon verkaufen wollte. 2001 habe ich ihn jedenfalls (vermutlich) bei Kaufhof erworben und er hat mich 2001, 2009 und auch 2010 bei meinen Wanderungen begleitet.
Das Modell „Yellowstone“ von „Trekkers Dream“ hat 35 Liter Volumen und sehr gut gepolsterte Tragegurte. Diverse Aussen- und Innentaschen runden das Bild mit den gängigen Verzurrmöglichkeiten sehr gut ab. Im Laufe der Zeit habe ich allerdings gemerkt, dass dem Modell entscheidende Argumente fehlen, wie beispielsweise der wichtige Regenschutz.

Deuter - TransAlpine 32 EL
Deuter – TransAlpine 32 EL

2011 wurde er von dem „Deuter Trans Alpine 32 EL“ abgelöst, weil ich mal einen „richtigen“ Rucksack haben wollte. Und man merkt dem Trans Alpine an, dass er auch für ambitionierte Wanderer und Tourengeher geeignet ist. 32 Liter Volumen und die vielen Befestigungsmöglichkeiten sprechen da schon eine deutliche Sprache.
Und es passte wirklich eine Menge hinein: Wechselhemd, Regenjacke, Fleecepulli, Ersatzsocken, Brotzeit, 2-3 Bananen, Salzgebäck, Kaugummi, zwei 1,5 Liter Flaschen Wasser, Multiwerkzeug/Taschenmesser, Kompass, Taschenlampe, Wanderführer, Wanderkarte, Pflaster und sicher noch die ein oder andere Kleinigkeit.

Und ich hab mich fast jedes Mal geärgert, dass ich so viel Zeug mit hoch- und auch wieder heruntergeschleppt habe, das nicht gebraucht wurde!

Deuter - Race X
Deuter – Race X

Für 2013 musste also ein neuer Rucksack her und der wurde mit mehr Verstand gekauft. Da ich von Deuter überzeugt war, schaute ich dort zuerst und ein für’s Fahrrad deklarierter Rucksack erfüllte meine minimalen Bedinungen: wenig Volumen, leichtgewichtig, Regenhülle und Trinksystem.
Der „Race X“ hat zwar nur zwei Aussentaschen, aber das recht vollkommen für meine Touren ohne Hüttenübernachtung. Bestes Element daran, welches ich auf gar keinen Fall mehr missen möchte, ist das Trinksystem, wozu ich mir noch eine 2L-Trinkblase gekauft habe.

Deuter - AC Lite 14
Deuter – AC Lite 14

Für meine Mutter habe ich im Jahr darauf auch einen neuen Rucksack von Deuter gekauft, mit dem Augenmerk auf das Tragesystem. Das Deuter Airstripes-System ist zwar gut gepolstert und lässt die Luft durchfließen, aber an den Kontaktstellen ist mindestens die Kleidung trotzdem durchgeschwitzt.
Der „AC Lite 14“ hat einen Netzrücken und liegt somit nicht mehr großflächig an. Dadurch ist der Innenrahmen zwar gebogen und man hätte Schwierigkeiten bei langen geraden Inhalten, aber sowas trägt man ja auch eher selten im Rucksack rum.
Inzwischen nutze ich den Rucksack allein wegen des Rückensystems selber am häufigsten und mein Race X hat etwas das Nachsehen.

Und was kommt heutzutage noch in meinen deutlich kleineren Rucksack? Im Grunde nur die volle Trinkblase und die Powerbank für mein Smartphone. Meine Kamera trage ich entweder am Gürtel oder hänge sie per Karabinerhaken am Tragegurt ein. Bei Touren übr 6 Stunden können dann auch mal zwei Bananen oder etwas Salzgebäck dabei sein. Und natürlich wetterabhängig entweder eine Softshell- oder Fleecejacke.
In jedem Fall wird aber unbedingt das Volumen mithilfe der Riemen an den Inhalt angepasst, sodass alles fest im Rucksack verstaut ist. Wenn dann der Schwerpunkt nicht zu tief ist, passt’s!

 

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