Sonnige Runde am Teich

Der November begann und das Thermometer war der 20 Grad deutlich näher als der Null. Ein Tag, wie gemacht, um zum Jahresende ein letztes Mal im Harz auf Wanderschaft zu gehen. Eines der beliebtesten Ziele im Bereich Torfhaus ist sicherlich auch der Oderteich; jener Stausee, der bereits vor beinahe 300 Jahren in Betrieb genommen wurde und dessen Stauwerk heute ein Kulturdenkmal ist.

Morgenstimmung im Wald
Morgenstimmung im Wald

Meine Wanderung begann, wie fast immer, relativ zeitig am Torfhaus und führte mich zuerst ein Stück an der B4 entlang, bevor ich Richtung Süd-Westen in den Wald einbog. Dort war es trotz des sonnigen Morgens noch recht frisch und die Sonnenstrahlen kämpften noch mit dem Morgentau. An einigen Stellen entstanden so wunderschöne, flüchtige Momentaufnahmen mit dampfenden Wiesen und Bächen.
Das erste Stück führte mich ein Waldweg leicht abschüssig in Richtung Oderteich, aber nach einer Weile wandelte es sich zu einem Pfad. Dort machte sich dann auch der moorige Charakter bemerkbar; Holzbohlen bildeten nun den festen Pfad und seitlich davon reihte sich eine moorige Pfütze an die nächste.

Spiegelungen im Oderteich
Spiegelungen im Oderteich

Nach rund 2,5 Kilometern stand ich vor der Wahl, dem westlichen oder östlichen Weg um den Oderteich zu folgen. Ich entschied mich für die Westseite, da ich auf der anderen Seite später die Tour noch ausdehnen kann.
Kurz darauf erreichte ich die ersten Ausläufer des Oderteichs und entlang des weiteren Pfades erhaschte ich immer wieder einen Blick auf die ruhig daliegende Oberfläche des Sees. Hier spiegelten sich der blaue Himmel, die wenigen Federwolken und, ganz klein in der Ferne, der Funkmast vom Torfhaus nahezu perfekt. Der Grund des Oderteichs ist durch den moorigen, torfigen Charakter sehr dunkel und begünstigt wohl dann auch solch eine tolle, spiegelnde Oberfläche.
Hier kann man nun direkt am See, entlang des recht breiten, flach abfallenden Uferabschnittes nach Süden zum Stauwerk gehen. An heißen Sommertagen wollen hier dann auch viele zum Sonnenbaden und Schwimmen ein Plätzchen finden. Das gegenüberliegende Ufer hat einen viel felsigeren Charakter, wo man aber eher einen kleinen „Privatfelsen“ zum Sonnenbaden findet.

Aussichtsplattform Bodebruch
Aussichtsplattform Bodebruch

Nach der Überquerung des Stauwerks folgte ich dem Pfad zurück in den Wald und hatte den See dann auf meiner linken Seite. Kurz bevor ich die Umrundung vollenden konnte, bog ich nach Osten ab und wanderte über Oderbrück für ca. eine Stunde in den Wald hinein. Recht unvermittelt und ein wenig unauffällig, tauchte die Aussichtsplattform Bodebruch auf. Hier hat man einen schönen Blick über die fast baumlose zentrale Fläche dieses Hochmoores.

Der weitere Weg führte mich zuerst Richtung Brocken, jedoch bog ich dann bald zum Torfhaus ab, um zu meinem  Ausgangspunkt zurückzukehren. Mit einem Schlenker über das Torfhausmoor, inklusive Blick zum Brocken und dessen markanten Gebäuden, endete diese Tour nach fast 18 Kilometern und knapp unter 5 Stunden wieder am Parkplatz Torfhaus.

 

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