Hochthron im Sonnenschein

Talblick
Blick zurück ins Tal

Der August beginnt mit blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein, als ich vom Parkplatz Hintergern aufbreche, um das erste Mal den Berchtesgadener Hochthron zu erklimmen. Ich folge dem Untersbergweg, genieße den wundervollen Ausblick auf die sonnenbeschienene Südseite des Untersbergs. Drehe ich mich um, erspähe ich links den Jenner, rechts lugt der Watzmann hervor und weiter unten im Tal haben sich Wolken versammelt.
Nach ca. einem Kilometer biege nach links von der Straße ab und wandere anfänglich an einer Wiese vorbei, bevor es in den Wald geht. Dort wird es schnell relativ steil und ich schätze, dass es eine Steigung von 10-15% ist, die mich schon zu Beginn meiner Wanderung ordentlich beschäftigt.

Entlang der Almbachwand
Entlang der Almbachwand

Als ich am Fuß der Almbachwand auf rund 1.300m Höhe ankomme, bin ich bereits 1,5 Stunden unterwegs, bekomme aber wieder einen sehr schönen Blick auf den Untersberg und ins Almbachtal. In stilleren Augenblicken kann man sehr gut das Rauschen des Wassers in der über 500 Meter tiefer gelegenen Almbachklamm hören.
Der Weg führt nun beinahe eben die Wand entlang und man erhascht einen ersten Blick auf das Stöhrhaus, oben auf dem Untersberg. Im Osten kann man die Scheibenkaseralm am Hang erblicken, auch ein Ziel vieler Wanderer an diesem Tag. Mein Weg führt mich jedoch, durch die schon von weitem zu erkennenden Serpentinen, weiter nach oben.

Die zerklüftete Hochebene des Untersbergs
Die zerklüftete Hochebene des Untersbergs

Am Bärenloch, dem Sattel auf 1.600m Höhe, wo die Serpentinen enden, lege ich eine kleine Pause ein und folge dann dem Weg zum Hochthron. Ich wandere nun auf der Nordseite und das zerklüftete Hochplateau des Untersbergs kann ich immer wieder sehr gut überblicken; irgendwo da draußen fand im Juni die erfolgreiche Rettungsaktion aus der Riesending-Höhle statt, die in allen Nachrichten war.
Schon bevor ich das Stöhrhaus erreiche, sehe ich mein Ziel vor Augen: das Gipfelkreuz des Berchtesgadener Hochthrons. Es sind dann auch nur noch 20-25 Minuten bis zum Gipfel.

Panoramablick mit Watzmann & Co
Panoramablick mit Watzmann & Co

Als ich oben auf 1.972m bin, ist der Ausblick einfach fantastisch, auch wenn ringsherum ein paar Wolken im Himmel hängen. Allein schon der Blick zum Watzmannmassiv ist den Aufstieg wert. Ich stehe auf quasi gleicher Höhe mit dem Watzmannhaus (1.930m) und das Höhenverhältnis von Kleinem Watzmann (Watzmannfrau) zu den drei Hauptgipfeln wirkt so natürlich viel deutlicher, als vom Tal aus. Direkt daneben leuchtet das helle, geschwungene Band des Wimbachtals, das Watzmann und Hochkalter trennt, im Grün der Wälder. Selbst der Große Hundstod ist in der Ferne, rechts hinter dem Watzmann, noch gut zu erkennen; ebenso wie die sehr markante Schönfeldspitze im Steinernen Meer, links vom Kleinen Watzmann.

Gut eine Stunde halte ich mich auf dem Gipfel auf, genieße die Sonne und entspanne einfach. Der Rückweg führt mich auf dem Aufstiegsweg wieder ins Tal. Ich bin schnell unterwegs und nach nur rund 2,5 Stunden wieder am Auto angelangt.

 

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